Backgammon lernen

Backgammon ist in zehn Minuten gelernt und in zehn Jahren nicht ausgelernt. Hier stehen die Regeln, die man braucht, um mitzuspielen — mehr nicht. Alles Weitere lernt man am Brett, gegen jemanden, der es schon kann. Genau dafür gibt es das Monatsturnier.

Das Brett und die Grundstellung

Das Brett hat 24 Felder, Points genannt, je zwölf auf einer Seite. In der Mitte trennt sie die Bar. Jeder Spieler hat 15 Steine.

Beide ziehen in entgegengesetzter Richtung, jeder auf sein eigenes Heimfeld zu — das sind die letzten sechs Felder vor dem Ziel. Die Aufstellung ist immer dieselbe: zwei Steine auf Feld 24, fünf auf 13, drei auf 8 und fünf auf 6, für den Gegner spiegelbildlich.

Backgammon-Brett in der GrundstellungBAR123456789101112131415161718192021222324HEIMFELD ROTHEIMFELD HELL

Wer zum ersten Mal davorsitzt, merkt sich am besten nur eins: die eigenen Steine laufen alle in eine Richtung, und zwar zu den Feldern mit den niedrigen Nummern.

Ziel des Spiels

Alle fünfzehn eigenen Steine ins Heimfeld bringen und von dort abtragen. Wer zuerst alle Steine vom Brett hat, gewinnt.

Ziehen

Gewürfelt wird mit zwei Würfeln, und jede Augenzahl ist ein eigener Zug. Bei 5 und 3 darf man einen Stein fünf Felder ziehen und einen anderen drei — oder denselben Stein nacheinander fünf und dann drei.

Fällt ein Pasch, also zweimal dieselbe Zahl, zählt er doppelt: 4-4 ergibt vier Züge zu je vier Feldern.

Ein Feld, auf dem zwei oder mehr gegnerische Steine stehen, ist gesperrt. Dort darf man nicht landen. Wer gar keinen der gewürfelten Züge ausführen kann, setzt aus. Wer nur einen von beiden machen kann, muss ihn machen — und wenn beide einzeln möglich wären, aber nicht zusammen, dann die höhere Zahl.

Schlagen und wieder einsetzen

Steht auf einem Feld nur ein einzelner gegnerischer Stein, heißt er Blot. Wer dort landet, schlägt ihn: der Stein kommt auf die Bar und muss von vorn anfangen.

Wer einen Stein auf der Bar hat, darf nichts anderes tun, bis dieser Stein wieder im Spiel ist. Er kommt im Heimfeld des Gegners zurück, auf das Feld mit der gewürfelten Augenzahl. Ist dieses Feld gesperrt, verfällt der Zug.

Deshalb ist ein einzelner Stein auf offenem Feld immer ein Risiko — und manchmal trotzdem der beste Zug.

Blockieren

Zwei eigene Steine auf einem Feld machen es für den Gegner dicht. Wer mehrere solcher Felder nebeneinander besetzt, baut eine Sperre.

Sechs gesperrte Felder in Folge heißen Prime. Da kommt kein gegnerischer Stein durch, denn mit einem Würfel lassen sich höchstens sechs Felder überspringen. Das ist die stärkste Stellung, die es im Spiel gibt.

Abtragen

Sobald alle fünfzehn eigenen Steine im Heimfeld stehen, darf abgetragen werden. Die gewürfelte Zahl nennt das Feld, von dem ein Stein heruntergeht: eine 4 trägt einen Stein von Feld 4 ab.

Steht auf dem gewürfelten Feld kein Stein mehr, zieht man stattdessen innerhalb des Heimfelds — oder trägt vom höchsten besetzten Feld ab, wenn dieses niedriger liegt als die gewürfelte Zahl.

Wird ein Stein geschlagen, während man schon abträgt, muss er erst wieder einmal ganz um das Brett herum. Dann ist das Spiel oft gedreht.

Was ein Sieg zählt

Ein gewonnenes Spiel zählt einen Punkt.

Hat der Verlierer keinen einzigen Stein abgetragen, ist es ein Gammon und zählt doppelt.

Hat er zusätzlich noch einen Stein auf der Bar oder im Heimfeld des Gewinners, ist es ein Backgammon und zählt dreifach.

Der Dopplerwürfel

Das ist die Regel, die Backgammon zu dem macht, was es ist — und die, über die Anfänger am meisten stolpern.

Der Dopplerwürfel trägt die Zahlen 2, 4, 8, 16, 32 und 64. Wer glaubt, im Vorteil zu sein, darf vor seinem Wurf verdoppeln. Der Gegner hat dann die Wahl:

Annehmen. Das Spiel geht um den doppelten Einsatz weiter, und er bekommt den Würfel — nur er darf als Nächster verdoppeln.

Ablehnen. Das Spiel ist sofort vorbei, er verliert den bisherigen Einsatz.

Das klingt harmlos, entscheidet aber die meisten Partien. Wer nie verdoppelt, verschenkt Punkte. Wer zu früh verdoppelt, auch. Die Kunst liegt darin zu wissen, wann — und das lernt man nur durch Spielen.

Bei uns im Turnier

Wie bei uns gespielt wird, steht auf den beiden Seiten darüber im Menü „Regeln“: Turniermodus erklärt Vorrunde und Endrunde, Turnierregeln die verbindlichen Regeln am Tisch.

Und der einfachste Weg, es zu lernen, ist ohnehin: vorbeikommen. Beim Monatsturnier sitzen Anfänger neben Spielern, die seit zwanzig Jahren dabei sind, und niemand hat etwas dagegen, zwischen zwei Partien eine Frage zu beantworten.